Biene Majas wilde Schwestern (ARTE TV Beitrag)

Die meisten Menschen denken bei Bienen an Honigbienen. Weniger bekannt ist die unglaubliche Vielfalt der heimischen Wildbienen und deren erstaunliche Anpassungen an die verschiedensten Lebensräume und Bedingungen. Spannende Kämpfe, sensationelle Leistungen, fantastische Bauwerke und farbenfrohe Individuen – ein spannender Einblick in das Reich von Biene Majas wilden Schwestern.

Quelle: ARTE MEDIATHEK | ARTE | Biene Majas wilde Schwestern

The ancient art of honey hunting in Nepal – in pictures | The Guardian

Schaut euch die fantastischen Fotos aus Nepal an!

The Gurung tribespeople of Nepal have been collecting honey from Himalayan cliffs for centuries, but now their lifestyle is under threat from commercialisation and tours offering visitors a chance to ‚join a honey hunt‘. Photographer Andrew Newey spent two weeks living with the Gurung in central Nepal, documenting the risks and skill involved in this dying tradition

Quelle: The ancient art of honey hunting in Nepal – in pictures | Travel | The Guardian

Gewichtsentwicklung der Bienenbeuten und erste Arbeiten im Februar

Das Imkerjahr 2016 hat bereits in vollen Zügen begonnen! Bisher gab es zwar noch nicht viel zu tun, aber ich möchte heute mal berichten, wie es meinen Bienen so geht und welche Arbeiten ich schon verrichtet habe.

Über den Winter hinweg habe ich den Bienenstand alle paar Wochen mal kontrolliert. Normalerweise achtet man z.B. darauf, dass die Fluglöcher frei von Schnee sind (diese Sorge brauchte man im letzten Winter nicht zu haben) und dass die Beuten unversehrt sind. Es kann z.B. passieren, dass Spechte, die nicht genügend Nahrung finden, die Holzbeuten durchdringen und sich am Futtervorrat der Bienen bedienen. Bei mir war zum Glück alles ruhig.

Neben der visuellen Kontrolle habe ich die Beuten ab der Einfütterung im Herbst auch alle paar Wochen mit meiner Kofferwaage gewogen, um Erfahrung zu gewinnen und abzuschätzen, ob genügend Futter in den Völkern vorhanden ist. Meine Beute mit Bienen und Wachs wiegt in etwa 20 kg. Alle weiteren Kilos sind dann dem Futtervorrat zuzuschreiben. In der folgenden Grafik ist das Gewicht der Beuten in kg über die Zeit hinweg abgebildet:

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Als grobe Richtlinie sollte das Gewicht im Februar noch mehr als 25 kg betragen. Bei den Zahlen, die auf der Grafik zu sehen sind, brauche ich mir also keine Sorgen zu machen.

Ende Februar (27.2.) habe ich neben dem Wiegen die folgenden Arbeiten verrichtet:

  • kontrollieren, ob die Fluglöcher frei sind – je nach Menge des Totenfalls (tote Bienen auf dem Gitterboden) kann das Einflugloch „verstopft“ sein – hier war alles ok
  • prüfen, ob dort, wo die Bienentraube sitzt, genügend Futter vorhanden ist – bei sogenannten Futterabriss kann es sonst passieren, dass die Bienen verhungern: die Königin fängt an, Eier zu legen und die Bienen wärmen die Brut und ernähren sich von dem Futter dieser Waben – wenn es dann zu einem Kälteeinbruch kommt, bleiben die Bienen bei der Brut, um sie zu pflegen, selbst wenn der Futtervorrat leer ist – hier war auch alles ok
  • Anflugbretter anbringen – die Bienen fliegen bereits aus und der Anflug zur Beute wird ihnen erleichtert, wenn sie auf dem Brett vor dem Flugloch landen können

Nah-Aufnahmen amerikanischer Wildbienen (National Geographic)

Eine Reihe erstaunlicher Nahaufnahmen, für die eine neue Fotografie-Technologie der US Army zum Einsatz kam, wurde 2016 bei National Geographic veröffentlicht. Die Fotos sind dort leider nicht mehr online, jedoch noch im Web Archiv zu finden: web.archive.org.

Nachtrag: Mein Bienenstand Ende Juni 2015

Erklärung der Blog-Pause, Einfütterung im Herbst und: Der Winter, der keiner ist

Dies ist der erste Blogbeitrag seit 5 Monaten. Ich staune selbst gerade.. Warum es nicht schon früher einen neuen Beitrag gab?

Ehrlich gesagt war ich im Spätsommer etwas verunsichert. Ich hatte zunächst in einem Volk, nachher noch in den beiden anderen „verwandten“ Völkern Kalkbrut entdeckt. Kalkbrut ist eine weit verbreitete aber normalerweise nicht verheerende Krankheit, bei der sich die Sporen eines Pilzes so weit ausbreiten, dass sie Bienenbrut befallen. Dies führt meist dazu, dass sich die Bienenlarven nicht weiter entwickeln und schließlich sterben. Die Überreste der Bienenlarven sehen dann aus wie schwarz-weiße Mumien und werden je nach Putztrieb der Bienen aus der Beute geworfen bzw. liegen auf dem Anflugbrett.

Zunächst hatte ich die Krankheit bei Volk 4, meinem letzten Ableger, entdeckt. Später sah ich, dass auch die anderen beiden Völker, 1 & 2, etwas befallen waren. Als Ursachen für Kalkbrut werden vor allem ein feuchter Standort und mangelhafter Putztrieb der Bienen angesehen. Dass der Standort feucht ist, glaube ich eigentlich nicht, da die Beuten an einem Hang und nicht in einer Senke stehen. Dass es mit dem Putztrieb zu tun hat, glaube ich schon eher, vor allem da alle verwandten Völker betroffen waren, während das gekaufte Volk Nr. 3 verschont blieb.

Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass diese Krankheit nicht so weit ausgebrochen war, dass sie die Völker ernsthaft bedroht wären. Deshalb habe ich im Endeffekt auch nichts unternommen. Eine Option, zu der mir die meisten Imker geraten haben, war, die Königinnen auszutauschen. Dies war mir ehrlich gesagt zu teuer gewesen mit ca. 40-80 € pro Königin. Die Anschaffung der Beuten und weiteren Grundausrüstung waren schon teuer genug.

Im Herbst ging es dann daran, die Völker einzufüttern, d.h. ihnen genug Zuckersirup zu verabreichen, dass sie damit durch den Winter kommen. Ich habe zunächst Fertigsirup aus Weizen verabreicht (von bienenland.de), später dann eine Eigenmischung aus Zucker und Wasser (2 Teile Zucker, ein Teil Wasser). Ich hatte den Aufwand und die Menge des Futters etwas unterschätzt, so dass ich mich nachher ziemlich mit dem Füttern beeilen musste, denn die Temperaturen nahmen schon ab und die Bienen nehmen ca. unter 15 °C kein Flüssigfutter mehr ab. Ich habe meine Einfütterung am 25.10. abgeschlossen. Man sagt, dass das Gesamtgewicht einer Dadant-Beute nach der Einfütterung bei 40-45 kg liegen sollte. Die Völker 1, 2 und 3 lagen bei etwa 40 kg und Volk 4 bei etwa 35 kg. Ich habe das Gewicht heute kontrolliert und werde dies im Januar und Februar nochmal wiederholen.

Nun zum Winter, der keiner ist. Diese unwirklichen hohen Temperaturen, die die Pflanzen schon wieder austreiben lassen, sind für die Bienen in mehrfacher Hinsicht nachteilig. Zum einen sind die Bienen bei den Temperaturen sehr aktiv, fliegen aus, um Pollen zu sammeln (den sie auch tatsächlich finden!) und verbrauchen dabei viel Futtervorrat. Zum anderen legen die Bienen keine wirkliche Brutpause ein und verbrauchen durch das Brüten viel Energie, also Futter. Außerdem kommt erschwerend hinzu, dass auch die Varroamilbe sich weiter vermehren kann, solange gebrütet wird. Dies kann dazu führen, dass der sogenannte Varroadruck schnell wächst, d.h. dass die Milbenpopulation im Vergleich zur Bienenpopulation größer wird, was dazu führen kann, dass das Volk zu sehr geschwächt wird und zusammenbricht. Um dies zu verhindern, wird zwar im Winter eine weitere Behandlung gegen die Varroa durchgeführt, jedoch kann auch diese Behandlung mit Oxalsäure  nur dann funktionieren, wenn Brutfreiheit herrscht. Alternativ kann man die Bienen bei warmen Temperaturen mit Milchsäure besprühen, jedoch wirkt auch diese nicht in die Brut hinein.

Ich werde meine Völker morgen in den Morgenstunden mit Oxalsäure beträufeln. Ich hoffe, dass die Bienen zu der Zeit aufgrund der kalten Nachttemperaturen noch eng zusammensitzen und ich somit die meisten mit der Beträufelung erwische. Bei den Völkern 1, 2 und 4 mache ich mir bezüglich der Varoamilbe wenig Sorgen, eher jedoch bei Volk 3. Dieses zeigte sich bei der letzten Kontrolle nach der Ameisensäurebehandlung als relativ stark befallen.

Hier noch ein paar Bilder von den Völkern – ich habe nur den Deckel abgenommen, nicht aber die Folie. Dadurch werden die Bienen so gut wie nicht gestört. Wie man sieht habe ich auch eine Wetterstation angebracht, die mir die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit anzeigt. So kann ich bei meinen Aufzeichnungen zu den Völkern auch immer diese Werte mit angeben.