Gewichtsentwicklung der Bienenbeuten und erste Arbeiten im Februar

Das Imkerjahr 2016 hat bereits in vollen Zügen begonnen! Bisher gab es zwar noch nicht viel zu tun, aber ich möchte heute mal berichten, wie es meinen Bienen so geht und welche Arbeiten ich schon verrichtet habe.

Über den Winter hinweg habe ich den Bienenstand alle paar Wochen mal kontrolliert. Normalerweise achtet man z.B. darauf, dass die Fluglöcher frei von Schnee sind (diese Sorge brauchte man im letzten Winter nicht zu haben) und dass die Beuten unversehrt sind. Es kann z.B. passieren, dass Spechte, die nicht genügend Nahrung finden, die Holzbeuten durchdringen und sich am Futtervorrat der Bienen bedienen. Bei mir war zum Glück alles ruhig.

Neben der visuellen Kontrolle habe ich die Beuten ab der Einfütterung im Herbst auch alle paar Wochen mit meiner Kofferwaage gewogen, um Erfahrung zu gewinnen und abzuschätzen, ob genügend Futter in den Völkern vorhanden ist. Meine Beute mit Bienen und Wachs wiegt in etwa 20 kg. Alle weiteren Kilos sind dann dem Futtervorrat zuzuschreiben. In der folgenden Grafik ist das Gewicht der Beuten in kg über die Zeit hinweg abgebildet:

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Als grobe Richtlinie sollte das Gewicht im Februar noch mehr als 25 kg betragen. Bei den Zahlen, die auf der Grafik zu sehen sind, brauche ich mir also keine Sorgen zu machen.

Ende Februar (27.2.) habe ich neben dem Wiegen die folgenden Arbeiten verrichtet:

  • kontrollieren, ob die Fluglöcher frei sind – je nach Menge des Totenfalls (tote Bienen auf dem Gitterboden) kann das Einflugloch „verstopft“ sein – hier war alles ok
  • prüfen, ob dort, wo die Bienentraube sitzt, genügend Futter vorhanden ist – bei sogenannten Futterabriss kann es sonst passieren, dass die Bienen verhungern: die Königin fängt an, Eier zu legen und die Bienen wärmen die Brut und ernähren sich von dem Futter dieser Waben – wenn es dann zu einem Kälteeinbruch kommt, bleiben die Bienen bei der Brut, um sie zu pflegen, selbst wenn der Futtervorrat leer ist – hier war auch alles ok
  • Anflugbretter anbringen – die Bienen fliegen bereits aus und der Anflug zur Beute wird ihnen erleichtert, wenn sie auf dem Brett vor dem Flugloch landen können

Nah-Aufnahmen amerikanischer Wildbienen (National Geographic)

Eine Reihe erstaunlicher Nahaufnahmen, für die eine neue Fotografie-Technologie der US Army zum Einsatz kam, wurde 2016 bei National Geographic veröffentlicht. Die Fotos sind dort leider nicht mehr online, jedoch noch im Web Archiv zu finden: web.archive.org.