Durchschau Mitte Mai & geplante Ablegerbildung

Am Sonntag habe ich nach einer Woche wieder einen Blick in mein fleißiges Völkchen geworfen. Diesmal zusammen mit meinem Jungimkerkollegen Florian. Zusammen kann man einfach ruhiger arbeiten, mehr sehen und mehr lernen.

Ich bin sehr zufrieden mit der Entwicklung des Volkes und habe auch mit Freude festgestellt, dass mit dem Anstieg der „Bienenmasse“ auch der Honigraum erobert wurde. In 6 der 9 Gassen habe ich dichtgedrängte Bienengruppen entdeckt!

Ein Highlight der Durchschau war die Operation „heruntergefallenen Wildbau entnehmen“. Bei der letzten Durchschau war ein Stück Wabe zwischen den zwei Wildbau-Waben mit verdeckelter Brut auf den Gitterboden gefallen. Ich habe dieses und weitere Stückchen von oben zwischen den zur Seite geschobenen Waben heraufgeholt, dabei musste ich ohne Handschuhe mitten durch das Herz der Beute. Ich wurde nicht gestochen! Die bebrütete Wabe haben wir gut verpackt ins Eisfach gelegt und sie bleibt dort, bis ich den Wachs einschmelze. Schade um die ungeborenen Bienen, aber Ordnung und Hygiene müssen schon sein..

Ein weiteres Highlight war eine entdeckte Weiselzelle oder ein Spielnäpfchen, die Florian entdeckt hat. Das wäre ein Indikator dafür, dass sich das Volk teilen (schwärmen) möchte. Vor ca. einer Woche sind zumindest im Siebengebirge schon einige Schwärme „gefallen“ und Manfred von wiesenkind.de hatte entsprechend einiges zu tun, einige dieser Schwärme einzufangen.

Da ich es mir zeitlich leider nicht leisten kann, mein Volk so genau und häufig zu beobachten, um den Moment des Schwärmens mitzuerleben (das passiert mit Vorliebe zur Mittagszeit), werde ich heute wahrscheinlich einen Ableger bilden, d.h. aus einem Volk zwei machen. Das nennt man dann auch „den Schwarm vorweg nehmen“, da man den Ableger dann bildet, wenn das Volk schon in der Stimmung ist, sich teilen zu wollen. Schwärme, die sich in der freien Natur eine Behausung suchen, überleben heutzutage meist nicht mehr lange – leider.

Der Ableger wird für ca. 3-4 Wochen an einen anderen Standort gebracht, damit die Flugbienen des Ablegers nicht wieder zum ersten Volk zurückfliegen und der Ableger folglich geschwächt wird. Wahrscheinlich werden dem ersten Volk zur Ablegerbildung 2-3 Waben entnommen, wobei ich wieder von Gerald unterstützt werde. Wir werden darauf achten, dass der Ableger auch genügend Futtervorrat mitbekommt, und dass die alte Königin im ersten Volk verbleibt. Der Ableger bekommt die Wabe mit Weiselzelle (sofern es eine ist) und eine Wabe mit genügend Stiften (Eiern), aus denen sich die Bienen zur Not noch weitere Königinnen aufziehen können. Wenn es mehrere werden, setzt sich nachher die Erstgeborene oder die stärkere durch. Das wird auf jeden Fall spannend! Mehr zu der weiteren Entwicklung schreibe ich dann später in einem der nächsten Beiträge.

Ich werde berichten, wie die Ablegerbildung verlaufen ist und Fotos zeigen!

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