Volk und Ableger Ende Mai

Nun bin ich schon eine Woche aus dem Urlaub zurück und es hat sich wieder einiges bei den Ladies getan. Letzten Sonntag habe ich mein Volk zusammen mit Florian durchgeschaut. Die Bienen saßen auf 7 Waben nach der ersten Erweiterung, der zuletzt gegebene halbe Drohnenrahmen war schon voll ausgebaut und teilweise bestiftet.

Im Zuge der Durchschau sind mir beim Auseinanderziehen der Wildbau-Waben leider zwei Teile abgefallen, die ich dann mit dem Stockmeißel herausgefischt und weggepackt habe:

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Leider war auch verdeckelte Brut in der Wabe, die ich dem Volk somit weggenommen habe. Beim nächsten Mal werde ich so eine Wabe hinters Schied legen und entnehmen, wenn die Jungbienen geschlüpft sind (falls das von den Außentemperaturen her klappt – diese Wabe befindet sich ja dann außerhalb des von den Bienen geregelten Kleinklimas).

Da auch die bei der Ablegerbildung gegebenen Mittelwände bereits ausgebaut und teilweise mit Brut belegt sind, habe ich am Donnerstag mit einer weiteren Mittelwand erweitert. Leider nicht an Position 3, wo es optimal wäre, da die Abstandshalter dort nicht einheitlich waren, sondern an Position 6.

Die Reihenfolge von außen nach innen (Richtung Schied) sieht also wie folgt aus:

  1. Futter
  2. 3 x Arbeiterinnenbrut
  3. Brut mit 1/2 Arbeiterinnen und 1/2 Drohnen
  4. Mittelwand
  5. Arbeiterinnenbrut
  6. Brut mit 1/2 Arbeiterinnen und 1/2 Drohnen

Die folgende Galerie zeigt die Waben in umgekehrter Reihenfolge.

Bienenweide – Biosaatgut für Bienen

Die Bingenheimer Saatgut AG verkauft eine bunte Blumensamenmischung, die sowohl schön aussehen als auch ein ideales Nahrungsangebot für Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und weitere Insekten darstellen.

Na, wer hat noch ein Eckchen in seinem Garten frei?

Komposition aus Kräutern, Duft- und Blütenpflanzensamen. Dient als Nahrungsgrundlage für Honig- und Wildbienen, Hummeln, Schmetterlinge & Co. Ideal für kleine Freiflächen und Blüteninseln im Garten, für sonnige bis halbschattige Standorte. Keine besonderen Ansprüche an den Boden. In der Mischung enthalten sind: Buchweizen, Kornblume, Ringelblume, Borretsch, Dill und Phazelie.

Quelle: Bienenweide – Biosaatgut

Die ersten 21 Tage einer Biene – TED Talk

Der Fotograf Anand Varma zeigt faszinierende Bilder von sich entwickelnden Bienen – vom Ei über Larve, Puppe bis zur voll entwickelten Arbeiter-Biene, die er in Zusammenarbeit mit der renommierten Universität UC Davis in Kalifornien aufgenommen hat:

http://www.ted.com/talks/anand_varma_a_thrilling_look_at_the_first_21_days_of_a_bee_s_life

Momentaufnahmen Mai 2015 (Galerie)

In dieser Galerie seht ihr unter anderem, wie sich die Bienen auf dem Anflugbrett vor dem Flugloch tummeln, wie sie heruntergetropften Nektar aufsaugen, und dicke Drohnen, die sich ganz lässig in der Sonne baden (gut zu erkennen an den viel größeren Facettenaugen, mit denen sie nach Bienenprinzessinnen Ausschau halten).

Die Fotos hat wieder mein Mann Olaf aufgenommen (www.fotografie-radcke.com).

Volk und Ableger erweitern & 2. Honigraum

Zwei Tage ist es erst her, dass ich meinen Ableger gebildet und an einen temporären Standort bei meinem Kollegen Florian gebracht habe. Heute habe ich Florian bei seiner eigenen Ablegerbildung unterstützt. So konnten wir das Gelernte nochmals selbst anwenden. Bei der Gelegenheit konnte ich meinen eigenen Ableger durch einen Drohnenrahmen erweitern und nochmal durchschauen.

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Der Ableger vor der Erweiterung

Es ist erstaunlich – die zwei Mittelwände, die wir am Dienstag gegeben haben, waren schon fast vollständig ausgebaut. Auf einer Mittelwand konnten wir sogar schon 4 Nachschaffungszellen/Weiselzellen finden!

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Ich konnte mich außerdem nochmal davon überzeugen, dass ein paar Stifte von der Königin des „Alt“-Volkes im Ableger vorhanden sind. Am Dienstag ging alles so schnell, dass ich sie gar nicht gesehen hatte. Die Feststellung hat mich sehr beruhigt, denn nur so ist sichergestellt, dass eine neue Königin entstehen kann. Und ohne Königin ist ein Bienenvolk verloren…

Nachdem wir Florians Ableger gebildet hatten, haben wir ihn zu meinem Bienenstand gebracht, um ihn temporär dort aufzustellen (für 3-4 Wochen). Nach dieser Zeit werden wir die Ableger einfach über Nacht austauschen. Dann fliegen sich die Bienen wieder neu ein und statt einem Volk stehen dann zwei Völker an unserem eigenen Bienenstand.

Ich habe also noch nach meinem Volk geschaut. Dort hatten wir am Dienstag Brutwaben und Mittelwände abwechselnd positioniert. Da die Mittelwände bereits fast voll ausgebaut sind, habe ich die Waben nochmals umsortiert, so dass die beiden Wildbau-Waben wieder zusammen hängen und alle anderen Waben den richtigen Abstand haben (Bee-Space). Dadurch hängen die beiden Mittelwände jetzt direkt nebeneinander. Da sie bereits ausgebaut sind, denke ich, dass das kein Problem darstellt. Außerdem ist das Volk immer noch so stark, dass dieser Raum bestimmt schnell wieder gefüllt sein wird.


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So haben wir mein Volk und Florians Ableger am Vormittag verlassen.

Am Nachmittag sind Olaf und ich zurückgekommen, um bei meinem Volk den zweiten Honigraum aufzusetzen. Ich habe ihn einfach oben aufgesetzt (alle Waben in Kaltbau-Ausrichtung). Außerdem habe ich die Folie entfernt, da ich keine Notwendigkeit dafür sehe.

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Bald gibt es dank Olaf wieder eine tolle neue Fotogalerie

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Bei dem wunderbaren Wetter war heute jede Menge los!

Ersten Ableger gebildet

Wie schon im vorigen Beitrag Durchschau Mitte Mai berichtet platzt mein Volk zur Zeit aus allen Nähten. Und um dem Schwärmen zuvorzukommen war mein Plan, einen Ableger zu bilden.

Hierbei habe ich geballte Unterstützung von Manfred und Gerald sowie meinem Jungimkerkollegen Florian erhalten. Das Volk hatte zu dem Zeitpunkt 8 Waben.

Die Schritte zur Ablegerbildung sahen wie folgt aus:

  1. Volk durchschauen und 3 Brutwaben für den Ableger auswählen; es müssen einige Stifte vorhanden sein, damit sich die Bienen eine neue Königin nachschaffen kann (zunächst Prinzessin, nach der Begattung Königin)
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    Ausschau nach Weiselzellen, Stiften und der Königin halten

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  2. Sicherstellen, dass die Königin im Volk bleibt (Wabe mit Königin an den Rand hängen)

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    Königin entdeckt – schnell in Sicherheit bringen!
  3. Ausgewählte Waben in die neue Beute einhängen

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    Die Futterwabe wird dem Ableger zugesetzt, da dem Volk noch genügend Futter im Honigraum verbleibt.
  4. Futterwabe und 2 Mittelwände dazuhängen
  5. Ergibt einen Ableger mit 6 Waben

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Der Ableger wird nun für 3-4 Wochen an einen neuen Standort gebracht, damit die Flugbienen nicht in das „alte“ Volk zurück fliegen.

Als nächstes hänge ich noch einen neuen halben Drohnenrahmen vor das Schied, dann heißt es abwarten und Tee trinken – wenn alles klappt, werden sich die Bienen eine neue Prinzessin nachschaffen, dann wird diese von Drohnen eines anderen Volkes begattet und dann baut sie mit dem Ableger ein neues Volk auf. Soweit die Theorie.

Durchschau Mitte Mai & geplante Ablegerbildung

Am Sonntag habe ich nach einer Woche wieder einen Blick in mein fleißiges Völkchen geworfen. Diesmal zusammen mit meinem Jungimkerkollegen Florian. Zusammen kann man einfach ruhiger arbeiten, mehr sehen und mehr lernen.

Ich bin sehr zufrieden mit der Entwicklung des Volkes und habe auch mit Freude festgestellt, dass mit dem Anstieg der „Bienenmasse“ auch der Honigraum erobert wurde. In 6 der 9 Gassen habe ich dichtgedrängte Bienengruppen entdeckt!

Ein Highlight der Durchschau war die Operation „heruntergefallenen Wildbau entnehmen“. Bei der letzten Durchschau war ein Stück Wabe zwischen den zwei Wildbau-Waben mit verdeckelter Brut auf den Gitterboden gefallen. Ich habe dieses und weitere Stückchen von oben zwischen den zur Seite geschobenen Waben heraufgeholt, dabei musste ich ohne Handschuhe mitten durch das Herz der Beute. Ich wurde nicht gestochen! Die bebrütete Wabe haben wir gut verpackt ins Eisfach gelegt und sie bleibt dort, bis ich den Wachs einschmelze. Schade um die ungeborenen Bienen, aber Ordnung und Hygiene müssen schon sein..

Ein weiteres Highlight war eine entdeckte Weiselzelle oder ein Spielnäpfchen, die Florian entdeckt hat. Das wäre ein Indikator dafür, dass sich das Volk teilen (schwärmen) möchte. Vor ca. einer Woche sind zumindest im Siebengebirge schon einige Schwärme „gefallen“ und Manfred von wiesenkind.de hatte entsprechend einiges zu tun, einige dieser Schwärme einzufangen.

Da ich es mir zeitlich leider nicht leisten kann, mein Volk so genau und häufig zu beobachten, um den Moment des Schwärmens mitzuerleben (das passiert mit Vorliebe zur Mittagszeit), werde ich heute wahrscheinlich einen Ableger bilden, d.h. aus einem Volk zwei machen. Das nennt man dann auch „den Schwarm vorweg nehmen“, da man den Ableger dann bildet, wenn das Volk schon in der Stimmung ist, sich teilen zu wollen. Schwärme, die sich in der freien Natur eine Behausung suchen, überleben heutzutage meist nicht mehr lange – leider.

Der Ableger wird für ca. 3-4 Wochen an einen anderen Standort gebracht, damit die Flugbienen des Ablegers nicht wieder zum ersten Volk zurückfliegen und der Ableger folglich geschwächt wird. Wahrscheinlich werden dem ersten Volk zur Ablegerbildung 2-3 Waben entnommen, wobei ich wieder von Gerald unterstützt werde. Wir werden darauf achten, dass der Ableger auch genügend Futtervorrat mitbekommt, und dass die alte Königin im ersten Volk verbleibt. Der Ableger bekommt die Wabe mit Weiselzelle (sofern es eine ist) und eine Wabe mit genügend Stiften (Eiern), aus denen sich die Bienen zur Not noch weitere Königinnen aufziehen können. Wenn es mehrere werden, setzt sich nachher die Erstgeborene oder die stärkere durch. Das wird auf jeden Fall spannend! Mehr zu der weiteren Entwicklung schreibe ich dann später in einem der nächsten Beiträge.

Ich werde berichten, wie die Ablegerbildung verlaufen ist und Fotos zeigen!

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