Mein Bienenparadies & Blick ins Volk

Nach der Arbeit ging es heute wieder ab zu den Bienen. Wie schön, dass der Bienenstand nur wenige Minuten von daheim entfernt liegt!

Eingang ins Paradies
Eingang ins Bienenparadies

Ich fühle mich direkt wie in einer anderen Welt, wenn ich das Wohngebiet hinter mir lasse – blühende Bäume, zwitschernde Vögel, das Summen der Hummeln und Bienen…

Hier stehen also meine Bienen, auf einer steil abfallenden und von Wald umringten Wiese.

Panorama am Bienenstand

Hier stehen die verschiedensten Obstbäume wie Apfel, Kirsche und Mirabelle. Neben dem Honigtau der Bäume können sich meine Bienchen natürlich am Löwenzahn und auch an Rapsfeldern in der Nähe laben.

Obstblüte
Obstblüte

Diesmal war ich etwas besser vorbereitet mit einem Sitzkissen und Tagebuch zum Notieren meiner Beobachtungen.

Beobachtungsposten
Mein Beobachtungsposten

Die Bienen sind für die Uhrzeit (18:45) noch recht aktiv, kommen aber nicht (mehr) ganz so voll beladen zurück wie am Sonntag zu beobachten war.

Akrobatisches Bienchen
Akrobatisches Bienchen

Ich möchte die Ladies im Allgemeinen so weit es geht in Ruhe lassen und nicht unnötig stören. Überhaupt habe ich vor, mir eine naturnahe Betriebsweise anzueignen, bei der ich z.B. keine Drohnen ’schneide‘ (d.h. töte, vernichte), bei der die Bienen auch Naturbau betreiben dürfen usw. Das wird sich natürlich im Laufe der Zeit erst entwickeln.

Am Ende wage ich doch noch mit der Kamera einen Blick ins Volk, jedoch durch den kürzlich aufgesetzten Honigraum hindurch, so dass ich es kaum störe. Das schöne kollektive Summen, welches nach dem Abheben des Deckels zu hören ist, konnte meine Kamera nicht so gut erfassen, aber die Bilder sind besser geworden als ich gehofft hatte.

Später stelle ich fest, dass sich eine regelrechte Ameisenkolonne in Richtung der Beute aufmacht. Ich habe zuvor schon einzelne Ameisen beobachtet und testweise auf das Anflugbrett gesetzt, um herauszufinden, wie die Bienen auf sie reagieren. Doch ich wurde ‚enttäuscht‘: statt einer Kampf- oder Säuberungsaktion seitens der Bienen ignorierten sich die Tiere vollständig. Nach einer kurzen Recherche scheint es so, als ob die Ameisen die Wärme von Bienenbeuten nutzen und manchmal mit im Kasten wohnen, aber zu klein sind, um dem Bienenvolk zu schaden. Dafür müssten a) größere Exemplare her und b) das Volk zu schwach sein, um sich gegen feindlich Angriffe zu wehren. Und da mein Buckfast-Völkchen zwar noch relativ klein ist (wie viele Völker dieses Jahr) aber sehr stark und aktiv zu sein scheint, mache ich mir da gar keine Sorgen

Ameisenkolonne
Ameisenkolonne

Achja, ich habe am Sonntag Abend noch die ‚Windel‘ eingelegt, einfach aus Neugier, um mal zu schauen, was ich so erkennen kann. Auch hier waren die Ameisen unterwegs – sie können anscheinend mit dem Abfall (Gemüll genannt) der Bienen etwas anfangen. Was, das habe ich noch nicht herausgefunden. Pollenstückchen als Eiweißquelle? Bienenteile? Wie dem auch sei, ich habe sehr genau nach abgefallenen Varroamilben geschaut, habe jedoch keine finden können. Wahrscheinlich ist ein Tag auch noch zu kurz, um etwas finden zu können, dennoch werte ich den Befund als gutes Zeichen. Für das nächste Mal nehme ich aber eine Lupe mit, um noch sicherer zu sein.

Gemüll nach einem Tag
Gemüll nach einem Tag

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